Als ich eine Zwiebelfischkolumne vom Spiegel gelesen habe sprang mir das kleine Verb "radebrechen" entgegen und wollte mich einfach nicht in Ruhe lassen.
Ich konnte damit erst einmal überhaupt nichts anfangen. Aber nun weiß ich, dass dieses Wort aus dem Mittelalter (500-1500) - Ritter, Burgen, Burgfräulein usw., du weißt schon - stammt. Damals gab es eine äußerst qualvolle Hinrichtungsart, das Rädern. Hierbei wurden die Knochen der Verurteilten durch ein schweres von oben herabfallendes Wagenrad gebrochen, bis dies schließlich zum Tod führte.
Diese sehr widerliche Tötungsmethode gibt es heutzutage glücklicherweise nicht mehr. Die Todesstrafe gibt es leider dennoch immer noch in einigen Ländern dieser Welt. Aber das ist ein anderes Thema.
Im laufe der Zeit hat sich das Wort "radebrechen" dann als Synonym für "quälen" gefunden und wird seit dem 17. Jahrhundert als Begriff für den Mißbrauch beziehungsweise das Schinden einer Sprache verwendet.
Konjugiert wird das Wort komplett regelmäßig:
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