Das lineare Modell (Abb.3) gibt die Möglichkeit, den sehr komplexen Vorgang der Spracherzeugung durch ein lineares System zu modellieren [Kießling97, S. 54]. Hierzu werden zwei verschiedene Energiequellen benötigt: Einerseits ein Generator, der periodisch ablaufende Impulse liefert, die den Glottissignalen nahe kommen, und andererseits ein Generator, der stimmlose Laute durch ein einfaches weißes Rauschen modelliert. Um die stimmhaften und stimmlosen Anteile eines Signals zu steuern, gibt es noch zwei Amplitudenregler. Der Ansatzraum wird durch einen Filter modelliert. Dieser Filter wird gerne als Röhrenmodell dargestellt. Dieses Röhrenmodell besteht aus einer akustischen Röhre mit gleichlangen und unterschiedlich hohen Zylinderabschnitten.
In (Abb.3) sind Darstellungen zweier Graphen zu sehen. In dem linken können die Schwingungen der Glottis beziehungsweise die aus dem Öffnen und Schließen resultierenden Luftstöße, die als Impulssignal oder Anregungssignal festgehalten werden, beobachtet werden. Um das Sprachsignal (rechts), das die Lautstärke auf der Ordinate während einer fortlaufenden Zeit auf der Abszisse beschreibt, zu erhalten, ist folgender mathematischer Vorgang - bekannt als Faltung - notwendig:
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Bei der Faltung werden die Funktionen des Anregungssignals und des Ansatzraums "überlappt" und ergeben die Funktion des Sprachsignals. [Wikipedia Faltung]





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